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Henric de la Cour – The Movie

DVD im Digipack, 58min (Film) + 20min (Videos)
Sprache: schwedisch, mit englischen Untertiteln

Henric de la Cour, geboren am 8. Oktober 1974 im schwedischen Eskilstuna, ließ sich 4 Jahre lang von Jacob Frössén mit Kamera und Mikrofon begleiten. Der daraus entstandene Dokumentarfilm geht unter die Haut.

Gleich zu Anfang stellt Henric etwas klar: „Ich hatte immer schon die Einstellung, daß meine Musik eher nach einer Beerdigung als nach einer Geburtstagsparty klingen sollte“. Warum das so ist, erfährt man sogleich. Bei Henric wurde im frühen Kindesalter Mukoviszidose diagnostiziert. Eine Stoffwechselkrankheit, beruhend auf einem Gendefekt, mit herabgesetzter Lebenserwartung. Heutige Neugeborene können mit etwa 50 Jahren Lebenszeit rechnen, während jetzt 35jährige bereits auf der Zielgeraden sind. Dank moderner Medizin gibt es aber selbst für letztgenannte Personen noch Hoffnung, die 40 zu überschreiten.

Der Film begleitet Henric bei diversen Situationen, und läßt ihn dabei ausführlich zu Wort kommen. Man kann die Gedanken förmlich spüren, die sich zwischen Beerdigung und Geburtstagsparty bewegen, und kann sie doch nicht wirklich erfassen, weil man sich in die ganze Situation nur ansatzweise hineindenken kann. Auch Eltern, Partner, Freunde und Musikerkollegen werden im Film gezeigt und erzählen etwas über Henrics Leben.
Sein musikalischer Werdegang wird, trotz des immerwährenden Fokus‘ auf die Krankheit, recht ausführlich nachvollzogen. Die Anfänge mit der Band Yvonne, die Zeit bei Strip Music, und sein aktuelles Projekt welches seinen Namen trägt. Auch rein private Bilder werden gezeigt, u.a. Aufnahmen aus der Kindheit. Besonders rührend sind alle Aspekte rund um seinen Sohn. Er, der eigentlich als zeugungsunfähig galt, hat es geschafft einen eigenen Sohn zu haben. Als dieser dann auf der Welt ist, kommen aber andere Zweifel …
Mehr Details sollen an dieser Stelle nicht verraten werden.

Durch die englischen Untertitel werden die schwedischen Mono-und Dialoge auch für Nicht-Skandinavier verständlich. An manchen Stellen erscheinen sie nur sehr kurz bzw. der Text ist recht lang, so dass es schwer ist die Bilder mit zu bekommen. Aber am Ende des Films zählen gar nicht so sehr die Worte – es sind die Körpersprache, die Reaktionen und die dabei beim Zuschauer entstehenden Gefühle die den Film ausmachen. Man muss nicht jedes Wort verstehen um zu begreifen, in welchem Dilemma sich Henric befand und befindet.

Die DVD enthält neben dem Dokumentarfilm auch alle 4 bisher produzierten Videos von Henric de la Cour. Wer sie noch nicht kennt, sollte sich vor dem Film das Video zu „Grenade“ anschauen. Und am Besten nach dem Film gleich nochmal. Es kann nämlich sein, dass man das Video mit anderen Augen sieht, als noch eine Stunde vorher.

Bewertung:
Punktezahl: 6

Zu erwerben ist die DVD ab 14. Oktober im Onlineshop des Labels Progress Productions (17,- € inkl. Versand), ab 17.10. ist sie auch in Deutschland, z.B. bei Poponaut, erhältlich (16,95 € zzgl. Versand).

DVD Vorderseite   DVD Rückseite

 

Bildquellen

  • HdlC_DVD1: Progress Productions
  • HdlC_DVD2: Progress Productions

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One Response to Henric de la Cour – The Movie

  1. Heiko
    Heiko 24. Oktober 2014 at 12:00 #

    Nachtrag 24.10.2014: In Schwedens Toppliste ist die DVD direkt auf Platz 4 eingestiegen und hat sich vor “ABBA – the essential collection” gesetzt. Ozzi Osbourne vom Platz 1 zu verdrängen wird sicher kaum machbar sein, aber ein 3. Platz ist drin.

     

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